Winter Grill & BBQ Kurs

Wie treue Leser von Verenas Blog sicher wissen, habe ich mir heuer einen neuen Grill zugelegt, der im Sommer wöchentlich zum Einsatz gekommen ist. Thematisch passend haben meine Eltern mir einen Grillkurs zum Geburtstag geschenkt. Ich hoffe ich sollte das nicht als Kritik an meinen Grillkünsten interpretieren ;-). Als ersten Gastpost im Blog werde ich meine Eindrücke vom Kurs mit euch teilen.

Der Kurs wurde vom Grillstaatsmeister Wegerbauer gehalten.

“Aperitif”

Herzlich begrüßt wurden wir vom Grillmeister (Rupert) und seiner Frau Margarete mit einer gegrillten Weißwurst, damit niemand befürchten musste, dass heute Hunger aufkommen könnte. 🙂 Gegrillt schmeckt die Weißwurst wirklich anders als gekocht und Rupert hat uns empfohlen scharfen Senf dazu zu essen (anstatt von Süßem wie es bei den gekochten Weißwürsten typisch ist).

Begrüßung
Begrüßung
Gegrillte Weißwurst
Gegrillte Weißwurst

Entenbrust aus dem Wok

Entenbrust aus dem Wok
Entenbrust aus dem Wok

Zu Beginn ging es Schlag auf Schlag. Als nächstes haben wir Entenbrüstchen in einem Wok “gegrillt”, der auf einem Kübel mit glühenden Kohlen stand. Ich hab das so in der Art noch nicht gesehen und finde das wirklich interessant, da es eine billige Möglichkeit ist im Garten mit dem Wok zu kochen. Auch die Austernsauce, die der Grillmeister als primäres Gewürz verwendete, fand ich wirklich schmackhaft! (Verena und ich haben uns bereits eine im Asia Shop in Linz besorgt 😉 ) Dieses Gericht wird auf jeden Fall nachgekocht, da es schnell ging und mir wirklich gut geschmeckt hat.

Rehrücken am Knochen gegrillt

Nach dem Wok-Gericht wurde es etwas aufwändiger. Wir haben einen Rehrücken im Ganzen eingewürzt und nicht zuvor ausgelöst. Das war eine Empfehlung von Rupert, da sich das Fleisch nach dem Smoken einfacher vom Knochen lösen lässt. Das Fleisch verweilte ca. 2,5h bei niedriger Temperatur im Smoker. Für die Zuspeisen wurden einerseits wieder der Wok gestartet (diesmal jedoch mit Gasflamme, da die Außentemperatur bei ca. 3 Grad lag) und außerdem ein Gasgrill der speziell zum indirekten Grillen geeignet war. Das typische Rotkraut zum Wildgericht wurde im Wok gekocht, während im Gasgrill mit Polenta gefüllte Birnen mit Parmesan überbacken wurden. Ich muss sagen der Rehrücken war einer meiner Favoriten, da das Fleisch nach dem Smoken super zart, saftig und geschmacksintensiv war!

Rehrücken am Knochen gegrillt mit Polentabirne und Chiliblaukraut
Rehrücken am Knochen gegrillt mit Polentabirne und Chiliblaukraut

Wildschweinschopf und Hirschkeule

Wildschweinschopf beim Würzen
Wildschweinschopf beim Würzen

Das wir an dieser Stelle Wildschein und Hirsch grillten war eher ein Notlösung, da uns der Fleischhändler beim Hirsch einen Strich durch die Rechnung machte ;). Ich bin darüber jedoch eigentlich recht froh, da mir das Currygewürz in Verbindung mit dem Wildschein wirklich gut geschmeckt hat. Ich werde Curry auf jeden Fall in der nächsten Grillsaison mehr zum Würzen verwenden. Als Zuspeise gab es Süßkartoffel-Rösti und Kürbisgemüse (beides super!). Mein Highlight dieses Gerichts war jedoch eigentlich der Grill den wir verwendeten! Das Ding heißt Monolith und ist aus Keramik. Das spezielle ist, dass es einerseits sehr viel Temperatur speichern kann (und dadurch konstante Hitze liefert) und andererseits sehr flexibel einsetzbar ist. Man kann damit sowohl direkt und indirekt grillen, als auch smoken! Der Spaß hat jedoch auch seinen Preis …

Gegrillter Wildschweinschopf und gegrillte Hirschkeule
Gegrillter Wildschweinschopf und gegrillte Hirschkeule

Gefüllter Schweinebauch

Da wir an diesem Nachmittag/Abend offensichtlich gemästet werden sollten, bereiteten wir ganz nebenbei noch einen gefüllten Schweinebauch im Dutch Oven zu. Für die, die das noch nicht kennen: Ein Dutch Oven ist ein Topf aus Gusseisen, der gewissermaßen wie ein Backofen auf einer Feuerstelle verwendet werden kann. Man bekommt nämlich Oberhitze indem man auch den Deckel mit Grillkohle befüllt. Dadurch lassen sich z.B. auch Süßspeisen wie Buchteln zubereiten.
Zum Schweinsbraten gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, außer dass er mit der Semmelfülle und dem Gemüse wirklich gut war! 🙂

Schweinsbratengewürz
Schweinsbratengewürz
Gefüllter Schweinebauch aus dem Dutch Oven
Gefüllter Schweinebauch aus dem Dutch Oven

Flanksteak

Als krönenden Abschluss der Fleischorgie, wie sollte es anders sein, kam ein Steak. Um genau zu sein ein Flanksteak. Dafür kam Ruperts neuer Weber Genesis zum Einsatz. Entgegen allem was man so in diversen Büchern und Anleitungen über das Zubereiten von Steaks lesen kann, wurden weder ein Thermometer noch eine Uhr verwendet um den Garpunkt zu bestimmen. Der Grillstaatsmeister vertraut hier vollkommen auf Erfahrung und Gefühl und ich muss das das funktioniert bei ihm wirklich gut! 😀 Ich glaube dem Bild braucht man nichts hinzufügen, denn da fließt einem das Wasser im Mund zusammen.

Flanksteak auf Salat
Flanksteak auf Salat

Gegrillter Kürbis

Als Abschluss kamen Kürbisscheiben, die zuvor in Whiskey-Likör mariniert wurden, auf den Grill. Kurz vor dem Auflegen wurden diese noch mit braunem Zucker bestreut um die Oberfläche zu karamellisieren. Das Ganze wurde mit Vanilleeis und Schlagobers angerichtet. Ich muss sagen, dass mich die Kombination positiv überrascht hat, jedoch für mich das Verhältnis eher zu Gunsten des Vanilleeis sein muss! ;D

Kürbis-Vanilleeis Dessert
Kürbis-Vanilleeis Dessert

Alles in Allem muss ich sagen, dass mir der Grillkurs sehr gut gefallen hat! Die Kostproben waren für meinen Magen fast ein bisschen zu groß, da ich am Abend beinahe nicht mehr zu meinem Auto laufen konnte! 😀 Super fand ich, dass Rupert wirklich alle Fragen beantworten wollte, und ich nicht das Gefühl hatte, er würde einem seine “Grill-Geheimnisse” vorenthalten. Ich kann den Grillkurs wirklich weiterempfehlen, und werde das nächste Mal (im Sommer, bei ein paar Bier) auf jeden Fall Freunde mitbringen!

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