Der befüllte Kürbis.

Weihnachtsmenü mal anders

Da Weihnachten immer näher rückt, habe ich mir mit Lena von Lenalicious überlegt was wir als alternatives Weihnachtsmenü anbieten können. Warum alternativ? Weihnachten ist neben dem Fest der Liebe auch ein bisschen das Fest der Völlerei. Am 24. gibt es Bratwürstel bis zum Umfallen, am 25. Speck- und Bratlbrote (auch bis zum Umfallen) und dann wird spätestens Silvester noch mal schnell Raclette und Fondue gemacht (spätestens dann kann man sich wirklich nicht mehr bewegen). Dazwischen noch Kekse! Ich liebe das alles aber wie wäre es denn mal mit einem Menü, nachdem man nicht dieses ungute Gefühl im Bauch hat, das meistens von zu viel Fett und schwerem Essen kommt? Wir haben ein etwas anderes Weihnachtsmenü für euch zusammengestellt – vegetarisch und glutenfrei.

Falls ihr den Start unseres Projekts verpasst habt, hier geht es zur Mission: Österreichische Küche mit Lenalicious.

Lena stellt sich die Frage ob das auch für Fleischesser wie mich ein denkbares Weihnachtsmenü ist. Diese Frage werde ich euch beantworten, nachdem ich euch unsere Rezepte vorgestellt habe!

Alle Angaben sind für 2 Portionen gerechnet.

Hier geht’s zu dem Beitrag auf Lena’s Blog!

Zwiebelsuppe

Ich hatte Lust mal Zwiebelsuppe zu probieren und deswegen war das dann auch einer meiner Suppenvorschläge für unser Weihnachtsmenü. Lena war sofort begeistert, da man für die Suppe nur wenige regionale Produkte benötigt und man einige der Zutaten auch für den zweiten Gang benötigt, was einem den Einkauf erleichtert. Das Rezept und die super Umsetzung unserer Vorspeise kommen von Lena.

Zutaten

200 g Zwiebel, weiß (die Menge entspricht etwa 2 mittelgroßen Zwiebelknollen)
1 mittelgroße Kartoffel
1 EL Butter oder Öl (für die vegane Variante)
1 TL frisch gemörserte Koriandersamen 
1/2 Gemüse-Suppenwürfel oder 1 gestrichenen EL Suppenwürze
1 TL (Roh)rohrzucker 
1 Schuss Apfelessig 
2 Lorbeerblätter
etwas frisch gemahlener (bunter) Pfeffer
Wasser (je nach Bedarf)
optional: Salz

Zubereitung

Schäle die Zwiebeln und schneide sie in feine Ringe. Gib die Butter in einen Topf und lasse sie schmelzen. Füge die Zwiebelringe und die gemörserten Koriandersamen hinzu und brate die Zwiebeln bei mittlerer Temperatur, bis sie glasig sind. 

Schäle in der Zwischenzeit die Kartoffel und reibe sie ganz fein. 

Gib den Zucker zu den Zwiebeln, lasse ihn kurz karamellisieren und rühre dann die geriebene Kartoffel ein. Brate alles noch einmal kräftig an, bevor du das Gemüse mit etwas Wasser ablöscht. Würze die Suppe nun mit dem Lorbeerblatt, dem Essig und der Suppenwürze, gib eine weitere, kleine Tasse Wasser hinzu und lasse die Suppe bei schwacher Hitze etwa 10 Minuten vor sich hinköcheln (Die Menge des Wassers ist abhängig vom Gemüse und von deinem individuellen Geschmack.).

Schmecke die Suppe ggf. mit Salz und etwas Pfeffer ab und serviere sie heiß.

Hinweis: Bei den klassischen Rezepten serviert man die Suppe mit einer Scheibe Baguette – überbacken mit (Blauschimmel)käse. Wir haben uns bewusst dagegen entschieden, da unser Menü glutenfrei ist und wir der Meinung sind, dass wir in der Weihnachtszeit ohnehin sehr schnell von den vielen Kohlenhydraten und Fett übersättigt werden. Aber: Feel free, fühl dich frei, das Käse-Baguette dennoch mit auf den Teller zu geben, die

Suppe schmeckt mit und ohne sehr gut.

Eine leckere Portion Zwiebelsuppe.
Eine leckere Portion Zwiebelsuppe.

Gefüllter Kürbis

Kürbis ist im Herbst und im Winter eines meiner Lieblingszutaten. Man kann damit Suppe, Süßes und Pikantes machen und das finde ich super. Dieses mal füllen wir den Kürbis mit Hirse und einer tollen Gewürzmischung (oder Garam Masala, wenn ihr es zu Hause habt).

Zutaten

1 Hokkaido-Kürbis (ca. 800 g)
1 kleine Tasse Hirse
3 Gewürznelken
1 Zwiebel
etwas Öl zum Anbraten
2 EL Sesam
Salz
frische Petersilie

Da ich kein Garam Masala zu Hause hatte, habe ich mir selber eine Gewürzmischung zusammen gestellt:
1 TL Kreuzkümmel
1/2 TL Kardamom
1 TL Koriandersamen
1/4 TL Muskat
2/3 TL Ingwer

Für die Sauce:
125 – 200 g Naturjoghurt (je nachdem, wie viel Sauce du magst)
1/2 – 1 EL Tahina
frischer Zitronensaft
Salz
optional: frischer Knoblauch

Zubereitung

Koche eine kleine Tasse Hirse mit den Nelken in doppelt so viel Wasser einmal auf und lasse sie dann vor sich hinköcheln, bis das Wasser aufgesogen ist und die Hirse weich sind, aber dennoch noch einen körnigen Kern haben.

Schneide die Zwiebel in kleine Würfel und röste diese mit einem Schuss Öl an.

Der Sesam wird in einer Pfanne kurz angeröstet (ohne Öl!), bis er eine braune Farbe erhält und zu duften beginnt. Anschließend wird er grob gemörsert.

Heize das Backrohr auf 175°C vor.

Schneide vom Kürbis oben und unten den Strunk gerade weg, damit er anschließend gut am Backblech stehen kann. Halbiere den Kürbis und höhle ihn aus.

Vermische die gekochten Hirse mit den gerösteten Zwiebelwürfeln, Sesam, Salz, Petersilie und deiner Gewürzmischung. Fülle die Menge zu gleichen Teilen in die beiden Kürbishälften und gib sie für etwa 30 Minuten ins Backrohr. Wenn du eine knusprige Hirse-Kruste möchtest, erhöhe die Temperatur in den letzten Minuten auf 200°C Oberhitze.

Während du darauf wartest, dass diese Köstlichkeit fertig wird, vermische die Zutaten für die Sauce und schmecke nach deinem persönlichen Geschmack ab.

Serviere den Kürbis heiß als Ganzes mit etwas Sauce und eventuell einem grünen (Vogerl)salat. Wir hatten den Salat zwar zu Hause, haben aber wie schon oft darauf vergessen 🙂

Gefüllter Hirse-Kürbis mit Joghurt-Sauce.
Fertig ist die Hauptmahlzeit unseres Weihnachtsmenüs!

Gebackene Topfen-Birnen-Schichtcreme

Als Lena diese Nachspeise vorgeschlagen hat, ist mir schon das Wasser im Mund zusammen gelaufen. Die Gewürze sind ganz nach meinem Geschmack, Zimt, Ingwer, Vanille und Honig mag ich sehr. Für eine österreichische Nachspeise ist Topfen natürlich perfekt und Birnen haben für mich die richtige Süße. Mandeln geben der Speise dann noch das gewisse Etwas! Eine fluffige Creme mit Obst (zum Beispiel auch Ananas oder Himbeeren) ist mir sowieso um einiges lieber als viele andere Nachspeisen.

Zutaten

3 Birnen, hart – mittelhart (ca. 350 g)
je 5 Nelken und Pimentkörner (ersatzweise Wacholderbeeren)
1 Zimtstange
optional: frisch geriebener Ingwer
250 g Magertopfen
1 Ei
1 Msp. Vanille 
1 – 2 EL Honig 
1 gestrichenen TL (Mais)stärke
geriebene Mandeln

Zubereitung

Falls du das Menü im Ganzen vorbereitest, dann würden wir empfehlen, das Kompott ganz zu Beginn von all den anderen Arbeiten zu machen, da es auskühlen sollte, damit der Topfen nicht vorzeitig stockt. 

Für das Kompott schäle, entkerne und schneide die Birnen kleinwürfelig. Bedecke einen kleinen Topf mit Wasser und koche darin Nelken, Piment und Zimtstange auf. Füge die Birnen hinzu und lasse das Kompott für etwas 5 Minuten köcheln. Die Birnen sollen knackig bleiben und nicht zerfallen. Optional füge den Ingwer hinzu und lasse es auskühlen. 

Heize das Backrohr auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vor. 

Gib das Ei in eine Schüssel und schlage es mit einem Schneebesen händisch auf. Füge Topfen, Honig, Vanille und Stärke hinzu und verrühre die Masse, bis sie cremig ist. Abschmecken. 

Nun nimm kleine, feuerfeste Soufflée-Förmchen zur Hand und bedecke sie mit einer Schicht Kompott. Streue etwa einen Teelöffel von den geriebenen Mandeln darüber und bedecke es mit einer Schicht Topfencreme.

Wiederhole noch einmal. Schließe mit Topfencreme ab, bestreue diese mit den geriebenen Mandeln und gib die Förmchen bei 180 Grad in den Ofen. Sobald der Topfen stockt, erhöhe die Temperatur auf 200 Grad und lasse die Mandeln bei Oberhitze noch ein paar Minuten leicht bräunen. 

Serviere das Dessert lauwarm. 

Unsere super lecker Nachspeise.
Unsere super lecker Nachspeise.

Unser Fazit

Fazit von Lena: Nach einem Spaziergang ist dann auch wieder Platz für eine kleine Jause. 😉 Ich finde dieses Menü wahnsinnig geschmackvoll und es liefert den Beweis, dass die Festtage auch ohne (zu) viel Zucker und Fett besinnlich sein können. Meiner Meinung nach haben wir österreichische Lebensmittel perfekt verpackt und zudem steht man als Koch oder Köchin nicht ewig in der Küche und muss die Gäste alleine lassen, denn die Zubereitung jedes einzelnen Ganges ist sehr simpel. Die Suppe, sowie die Füllung des Kürbisses und das Birnenkompott können theoretisch vorbereitet werden und das Dessert wandert nach dem Verspeisen des Hauptganges erst in den Ofen.

Fazit von Verena: Für mich als Zwiebel- und Kürbisfan sind die ersten zwei Gerichte unseres Festmahls sowieso perfekt. Die Kürbiswürzung gibt ihm einen richtig guten Geschmack und mir als Fleischesserin hat nichts gefehlt 😉 Wie schon erwähnt, finde ich es super, dass wir uns für eine etwas fluffigere Nachspeise entschieden haben, sowas ist mir viel lieber als ein riesiges Stück Torte. Dadurch, dass das Hauptgericht nicht fettig ist und auch die Nachspeise eher von der leichteren Sorte, ist man anschließend nicht komplett vollgegessen und kann auch noch ein paar Kekse genießen. Bei mir kommt das vegetarische Menü sicher wieder auf den Tisch!

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