West-USA: Colorado (Teil 1)

Wie ihr wahrscheinlich mitbekommen habt, haben wir für heuer eine größere Reise geplant, und zwar einen 3-wöchigen Roadtrip im Westen der USA. Nach längerer Planung war es vor einer Woche endlich so weit, wir sind nach Denver geflogen! Aktuell sind wir in Flagstaff (Arizona) und ich möchte euch in diesem Post schon mal erzählen was wir in Colorado schon alles erlebt haben und vor allem unsere Fotos zeigen.

Am ersten Tag nach unserer Ankunft haben wir uns mit dem Leihwagen Richtung Denver Downtown aufgemacht und sind dort ein bisschen herum spaziert. Wir haben uns eigentlich nicht besonders viel erwartet und waren von der Innenstadt positiv überrascht. Uns sind vor allem die vielen Hochhäuser und einige schöne alte Gebäude aufgefallen. Eine der Hauptattraktionen ist die 16th Street Mall, die Einkaufsstraße in Denver. Es ist unglaublich wie viele Fast Food Lokale und Restaurants man in einer Straße unterbringt. Ich habe mindestens 3 Starbucks gesehen!

Die Union Station ist die größte Haltestelle und der Bahnhof in Denver. Das Gebäude sieht noch immer aus wie früher.

Die Union Station in Denver
Union Station

Nach einem kurzen Sicherheitscheck kann man auch das State Capitol von innen besichtigen. Der Sicherheitsmann bei der Kontrolle war witzig, als er meine Garmin Virb (Action Cam) gesehen hat, hat er uns gleich Tipps zum Mountain Biken und Snowboarden gegeben. So viel Action haben wir aber nicht geplant 😉

Denver State Capitol
Denver State Capitol
Denver State Capitol
Denver State Capitol

Natürlich haben wir im Park auch eine Pferdestatue entdeckt 😉 Die Statue am Bild, der Bronco Buster, wurde 1895 aus Bronze hergestellt.

Pferdestatue in Denver
Pferdestatuen sind in Denver wichtig 😉

Sports Authority Field (Denver Broncos Stadion)

Als NFL (National Football League) Fans haben wir natürlich auch die Gelegenheit genutzt, dass man das NFL Stadion in Denver besichtigen kann. Aktuell heißt es noch “Sports Authority Field at Mile High” bis der neue Sponsor bekannt gegeben wird. Das Stadion in Denver ist das höchst gelegene Stadion der NFL (auf 5280 Fuß = 1 Meile), daher kommt auch der Name Mile High Stadium. Die Tour im Stadion hat etwa 1,5 h Stunden gedauert und war richtig informativ. Wir haben Details über das Stadion erfahren und durften unter anderem eine VIP-Lounge und Umkleidekabinen besichtigen.

Teilweise ist es schon überwältigend wie viel in so ein Stadion investiert wird. Ein Beispiel ist der Rasen, der beheizt wird und unter dem sich ein System befindet, dass ständig das Regenwasser absaugt. Daher ist dieser Rasen nur einer von zwei in der ganzen NFL (insgesamt 32 Stadien), der komplett eben ist, da das Wasser nie stehen bleiben kann.

Die Umkleidekabine der Gastmannschaft im Mile High Stadium.
Die Umkleidekabine der Gastmannschaft.
Die Umkleidekabine der Gastmannschaft im Mile High Stadium.
Das NFL Logo im Teppich ist echt riesig!

Ein Highlight in dem Stadion sind die 7 Broncos, die zum Stadion hinauflaufen. Die Bronzepferde sehen ziemlich cool aus und machen sich auch gut als Fotomotiv 😉 Die Statuen sind auch als Miniaturausgabe an mehreren Orten im Stadion zu sehen.

Pferdestatue vor dem Mile High Stadium.
Eines der 7 Pferde.
Broncos Statue im Mile High Stadium
Mini Broncos, die dem Original nachempfunden sind

Am Ende der Tour durften wir auch noch das Spielfeld besichtigen und konnten uns auch noch selber davon überzeugen, dass der Rasen wunderschön ist! 🙂

Wir vor dem Football-Feld der Denver Broncos.
Patrick ist sogar passend gekleidet 😉

Boulder and Longmont

Da unser Plan eigentlich war, dass wir in den Rocky Mountain National Park fahren, und wir für einen Freund in Boulder einen Brief abgeben wollten, brachen wir am nächsten Tag auf um Boulder und Longmont zu besichtigen. Das mit dem Rocky Mountain National Park ist leider nichts geworden (warum, erfährst du weiter unten), aber wir konnten den Brief abgeben, Boulder besichtigen und in Longmont ein “Oktoberfest” besuchen.

Unser erstes Ziel in Boulder war das Trident Booksellers and Cafe, wo wir den Brief abgeben sollten. Das Cafe ist richtig cool und es gibt auch eine interessante Auswahl an Büchern. Dort werden sogar die Moleskine Notizbücher verkauft, die ich so mag. Am meisten hat es uns aber gefreut, dass es dort guten Espresso und Cold Brew gab, denn ansonsten hat uns der Kaffee in den USA noch nicht oft begeistert. Anschließend sind wir noch in der Innenstadt herumspaziert, die uns wirklich gut gefallen hat.

Das Trident Booksellers and Cafe in Boulder von innen
Das Trident Booksellers and Cafe von innen
Das Trident Booksellers and Cafe in Boulder von außen
Das Trident Booksellers and Cafe von außen
Ich mit einer Katzenstatue in Boulder
Endlich hab ich eine Katze entdeckt!

Auf der Reise nach Longmont kehrten wir in der Brauerei “Left Hand Brewing Company” ein. Dort war zufälligerweise gerade Oktoberfest! Da fühlt man sich fast wie zu Hause, wenn man so viele Dirndln und Lederhosen sieht 😉 Die Brauerei braut selber ziemlich viele verschiedene Sorten, deswegen war es praktisch, dass man ein Probierset mit 4 Sorten in kleineren Gläsern bestellen konnte.

Bier-Kostprobe in der Left Hand Brewing Company.
Das Probierset in der Brauerei.

Ein weiteres Highlight an diesem Tag war dann noch Ellen’s B&B, das wir spontan gebucht hatten. B&B steht in diesem Fall nicht für Bed & Breakfast sondern Bed & Bath & Begone 😉 Wir haben mit den Betreibern, Ellen und Baldy, am Abend noch Reisegeschichten ausgetauscht (die beiden waren echt schon in der ganzen Welt) und am nächsten Tag haben sie uns noch zu einem typischen amerikanischen Diner mitgenommen, damit wir das Frühstücken dort kennen lernen. Echt ein Erlebnis!

Das Wohnzimmer in Ellen's B&B.
Ellen’s B&B.

Pikes Peak

Wie schon erwähnt konnten wir den Rocky Mountain National Park leider nicht besuchen. Schon ein oder zwei Tage davor hatten wir gerüchteweise gehört, dass manche Trails im Nationalpark aufgrund von Schnee gesperrt sein könnten. Wir haben mehrmals die Hotline angerufen und im Internet nachgesehen und nach dem Frühstück war klar, dass die Route, die wir fahren wollten, tatsächlich gesperrt war. Erstmals große Enttäuschung! Doch wir hatten eine Alternative: Wieder an Denver vorbei Richtung Süden nach Colorado Springs und dort rauf auf den Pikes Peak, der höchste Berg in den Rocky Mountains mit 4302 m. Auch da war nicht sicher, ob und wie gut die Straße befahrbar sei, denn auch die Straße (20 Meilen) auf den Pikes Peak war eisig und alles sehr nebelig. Auch dort gab es eine Hotline, die wir mehrmals anriefen, doch die Nachricht war immer die gleiche: Bis Meile 15 kann man fahren und es kann sein, dass noch weiter aufgesperrt wird. Als wir dann beim Info Point waren, hat uns erst mal die Nebelsuppe demotiviert, die uns dort erwartet hat. Nach einigem hin und her haben wir uns dann doch entschieden rauf zu fahren, immerhin kommt man dort wahrscheinlich nur einmal im Leben hin. Und ich sag euch, es hat sich gelohnt! Als wir oben waren, durften wir dann sogar ganz hinauf, das hat dann den Rocky Mountains National Park mehr als gut gemacht 🙂

Rauf auf den Pikes Peak!

Rauf auf den Pikes Peak!

Rauf auf den Pikes Peak!

Es ist kalt!

Die Straßensperre am Pikes Peak.

Rauf auf den Pikes Peak!

Rauf auf den Pikes Peak!

Rauf auf den Pikes Peak!

Rauf auf den Pikes Peak!

Rauf auf den Pikes Peak!

Rauf auf den Pikes Peak!

Rauf auf den Pikes Peak!

Rauf auf den Pikes Peak!

Wir waren echt froh, dass wir raufgefahren sind! So einen tollen Ausblick hatte ich noch nie. Und ich glaube, dass Schnee und Nebel ganz gut waren, damit die Fotos noch cooler aussehen 🙂

Am Weg zum Pikes Peak waren wir auch noch kurz bei der US Air Force Academy stehen geblieben. Das war an sich nicht so spannend aber die Kapelle dort sieht ziemlich interessant aus.

Die Kapelle bei der US Air Force Academy.

Mesa Verde National Park

Unser letzter Stop in Colorado war dann endlich ein Nationalpark. Der Mesa Verde Nationalpark ist bekannt für die sehr gut erhaltenen Behausungen der Anasazi-Indianer. Nationalparks funktionieren in der Regel so, man fährt mit dem Auto durch oder eine Runde (je nachdem ob es mehrere Ein- und Ausgänge gibt) und kann dann an vielen Stellen stehen bleiben und fotografieren. Es gibt auch viele beschilderte Stellen an denen kleinere Wanderrouten weg gehen. Mit Wanderwegen, wie wir sie kennen, kann man das allerdings nicht vergleichen, da fast alles asphaltiert ist und aufgrund der vielen Schilder man gar keine Möglichkeit hat, sich zu verlaufen.

Es gibt auch Nationlparks mit Campingplätzen, so auch der Mesa Verde NP. Dort haben wir zum ersten Mal im Auto geschlafen. Der Campingplatz war ziemlich cool, die einzelnen Stellplätze waren durch Gebüsch voneinander getrennt und jeder Platz hatte einen Tisch mit Bänken und eine Lagerfeuerstelle. Der Preis von 9$ für Feuerholz war nicht so cool, deswegen haben wir uns das erspart.

Ich im Mesa Verde Nationalpark
Die Aussicht war ein Traum!
Behausungen der Anasazi-Indianer im Mesa Verde National Park
So sahen die Behausungen der Anasazi-Indianer aus

Behausungen der Anasazi-Indianer im Mesa Verde National Park

Behausungen der Anasazi-Indianer im Mesa Verde National Park

Ich finde diesen Nationalpark und auch die, die wir seit dem besucht haben, sehr gut organisiert. Die Karten und Beschilderungen sind wirklich hilfreich dabei zu entscheiden, was man sehen will. Denn man könnte in den meisten Nationalparks Tage verbringen. Lustig fanden wir die Hinweise, die wirklich immer und überall stehen, dass man ausreichend trinken soll und aufpassen soll und dass wandern sehr gefährlich ist, obwohl die meisten Routen mit einem Spaziergang vergleichbar und kürzer als 2km sind 😀

Weiter geht’s …

Das waren die Highlight aus Colorado und ein kleiner Einblick in unsere Fotos. Momentan sind wir in Arizona und auch hier gefällt es uns sehr gut. Weitere Berichte folgen! 🙂

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