Knödel mal anders: Auberginen-Parmesan-Knödel

Als erste Anlaufstelle zur Ideensammlung für die Mission Österreich schaue ich gerne im Wikipedia-Artikel Österreichische Küche nach. Bei vielen Gerichten, die ich gut kenne, ist mir gar nicht direkt bewusst, dass sie speziell österreichisch sind. Dabei bin ich dieses Mal über Knödel gestolpert und fand schade, dass es eigentlich fast nur fleischige oder süße Knödel gibt, die als Hauptspeise gegessen werden. Für Lena und mich war schnell klar: vegetarische Knödel müssen her! Jede von uns hat ihre Vorlieben einfließen lassen und so sind zwei tolle Knödelrezepte entstanden.

Und hier geht es zu Lenas tollem Rezept: Indische Erdäpfelknödel mit Vogerlsalat.

Als ich mir überlegt habe, wie ich vegetarische Knödel füllen könnte hatte ich sofort Gemüsebällchen, das vegetarische Pendant zu meinen geliebten schwedischen Fleischbällchen, vor meinem inneren Auge. Mir sind dann die Gemüsebällchen aus meinem Hackbällchen-Kochbuch eingefallen und schon war die Füllung für meine Knödel klar! 🙂

Für den Knödelteig selber habe ich mich für Kartoffelteig entschieden und für meinen ersten Versuch ist er mir sehr gut gelungen!

Zutaten für die vegetarische Knödelfüllung

Ergibt 3-4 Portionen

1 große Aubergine
1 halbe Zwiebel
Salz, Pfeffer
Olivenöl
125 Semmelbrösel
40 g fein geriebener Parmesan
1 Ei
Basilikum (wenn möglich frisch)
Mehl
Zutaten für vegetarische Knödel.
Die Hauptzutaten für die vegetarischen Gemüsebällchen.

Zutaten für den Knödelteig

1/2 kg Kartoffeln
125 g Mehl
Salz
30 g Butter
1 Ei

Zubereitung

Vegetarische Knödel

Backrohr auf 175°C vorheizen.

Die Auberginen werden längs halbiert und mit Olivenöl bestrichen. Dabei ist mir aufgefallen, dass Auberginen extrem saugfähig sind und wenn man zulange mit dem Verstreichen wartet, saugt sie das ganze Öl auf. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit der Schnittfläche nach unten auf ein Backblech legen. Für 20-25 Minuten im Rohr weich garen.

(Parallel dazu kann man schon mit dem Kartoffelteig anfangen. Siehe unten.)

Die Zwiebeln würfeln und in einer Pfanne anrösten.

Die Auberginen abkühlen lassen, anschließend das Auberginenfleisch mit einem Löffel herausschaben. Bei mir war das noch relativ fasrig und ich habe es noch mit einer Gabel zerhackt. In diesem Zustand konnte ich mir noch gar nicht vorstellen, dass das feste Bällchen werden!

Aubergine, Zwiebel, Semmelbrösel, Parmesan, Ei und Basilikum in eine Schüssel geben. Mit Salz und Pfeffer würzen und die Zutaten gut vermischen. Man kann ruhig viel Salz verwenden, da die Menge sonst relativ fad schmeckt.

Jetzt kam für mich der erste spannende Teil, doch es war einfacher als gedacht. Mit leicht bemehlten Händen lässt sich die Menge super zu Kugeln formen. Die Kugeln können ruhig klein sein, sie müssen ja noch in einen Teig.

Auberginen
Die Auberginen gut würzen.
Innenleben einer Aubergine
Auberginen-Bällchen.
Auberginen-Bällchen.

Kartoffelteig

Für den Teig die Kartoffeln kochen. Solange sie noch warm sind auf der Arbeitsfläche oder einem Nudelbrett stampfen. Dafür verwende ich diesen Kartoffelstampfer (ich liebe die Marke Leifheit!).

Zutaten für den Kartoffelteig.
Zutaten für den Kartoffelteig.

Die Kartoffeln salzen, locker mit Mehl vermischen und rasch mit den restlichen Zutaten zu einem Teig verkneten. Es ist angeblich wichtig den Teig nicht zu lange zu kneten. Da er mir noch richtig klebrig vorkam, habe ich noch mehr Mehl dazu gegeben (das hängt sicher davon ab wie mehlig die Kartoffeln sind!). Anschließend sollte der Teig gleich verarbeitet werden. Da ich den Teig zum ersten Mal gemacht habe, wusste ich das nicht, aber es hat auch so sehr gut funktioniert!

Gemüseknödel

Nun wird der Teig in 8-12 Teile geteilt. Zu Beginn habe ich zu viel Teig für jeden Knödel genommen, dann wird der Teig lange nicht durch. Jeder Teil wird in der Hand flach gedrück, dann mit einem Gemüsebällchen gefüllt und zu einem schönen Knödel geformt. Dabei kann der Teig echt dünn sein.

Da hab ich noch etwas zu viel Teig verwendet!
Da hab ich noch etwas zu viel Teig verwendet!

Anschließend kann man die Knödel in Wasser kochen, in einer Pfanne anbraten oder mit einem Überguß ins Rohr geben. Ich habe einen Überguß aus Sauerrahm, Ei und Salz gemacht, das hat mir aber nicht so gut geschmeckt. Ich würde die Knödel das nächste Mal einfach in der Pfanne herausbraten. (Meine Angst war, dass mir meine ersten Knödel beim Kochen zerfallen)

Serviert habe ich die Knödel mit einem Tomaten-Vogerlsalat mit Balsamico-Dressing. Die Knödel waren echt lecker! Ich bin froh, dass wir uns für Knödel entschieden haben, denn jetzt gibt es zwei neue vegetarische Knödelrezepte am österreichischen Knödel-Horizont 🙂

Mahlzeit!

5 thoughts on “Knödel mal anders: Auberginen-Parmesan-Knödel”

  1. Geniales Rezept Verena 🙂 Da habt ihr euch was tolles einfallen lassen😋
    Die Gemüsebällchen waren eine gute Idee, hört sich echt lecker an 🙂
    Das Rezept muss ich unbedingt einmal ausprobieren, vl. hört ihr dann ja wieder von mir 🙂

    Liebe Grüße,
    Fabian

    1. Hallo Fabian, danke für dein Kommentar! Bin gespannt wie es dir schmeckt 🙂 Ich poste auch gerne deine Fotos oder einen Link zum Blogbeitrag wenn du die Knödel nachkochst!
      LG,
      Verena

  2. Hallo Verena!
    Danke für dieses tolle Rezept. Ich bin eine leidenschaftliche Köchin. Hausmannskost liegt mir so gar nicht. Umso mehr freue mich über dein Rezept, dass das eine mit dem anderen vereinbart. Wenn demnächst die Family zu Besuch kommt, werde ich es gerne ausprobieren. Herzliche Grüße Melanie

  3. Hi Verena,
    die Knödel klingen so richtig, richtig lecker. Als Vegetarier gab es bei mir bislang tatsächlich immer nur Semmelknödel mit Champignonsoße oder Kartoffelknödel mit Blaukraut. Aber gefüllte Knödel klingen nochmal eine Stufe besser. Danke für das tolle Rezept.
    LG Melli

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